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02/19/2016
TUM IdeAward: 37.500 Euro Preisgeld für Forschungsprojekte aus Energietechnik, Bioengineering und Informatik
Drei Wissenschaftlerteams sind am 18. Februar für ihre Forschungsprojekte mit dem TUM IdeAward ausgezeichnet worden. Mit dem Award identifizieren die Zeidler-Forschungs-Stiftung, die Technische Universität München (TUM) und UnternehmerTUM seit 2012 jährlich herausragende Ideen und Technologien mit Marktpotenzial an der TUM. Ziel des Wettbewerbs ist es, aus vielversprechenden Technologien marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

In diesem Jahr wurden Ideen aus den Bereichen Energietechnik, Bioengineering und Informatik prämiert: ein Schnelltestgerät für Batterien von Elektroautos, im Labor herstellbare Lymphknoten für eine neue Therapie sowie eine Software für die automatisierte Neuprogrammierung von Produktionsanlagen.

Rund 60 Teams haben sich für den Preis beworben. Neben einem Coaching durch die TUM Gründungsberatung erhalten die Gewinner ein beachtliches Preisgeld: 15.000 Euro für Platz 1, 12.500 Euro für Platz 2, 10.000 Euro für Platz 3. Die Preisgelder stellt die Zeidler-Forschungs-Stiftung.
TUM IdeAward Gewinnerteams
Die TUM IdeAward Gewinnerteams (Foto: Astrid Eckert / TUM)

Platz 1: Li.plus
Bisher existiert kein Verfahren, das die Restkapazität und andere wichtige Kenngrößen verschiedener Batterietypen sowohl mit hoher Präzision als auch innerhalb kurzer Zeit ermitteln kann – so die Marktanalyse eines Teams des Lehrstuhls für Elektrische Energiespeichertechnik. Die Gründer haben deshalb ein Konzept für einen Batterie-Schnelltester mit genau diesen Eigenschaften entwickelt. Er könnte zudem relativ kostengünstig produziert und einfach bedient werden. "Li.plus" soll für den Einsatz an Elektrofahrzeugen in Werkstätten und Prüfeinrichtungen entwickelt werden. Auch für Batterien, die erneuerbare Energien speichern, gibt es ein erstes Projekt. Das Team hat am Manage&More-Programm und an Businessplan-Seminaren der UnternehmerTUM teilgenommen und schon die ersten Schritte zur Unternehmensgründung gemacht.

Platz 2: Bioartifizielle Lymphknoten
Patienten mit einem chronischen Lymphödem leiden an Schwellungen verschiedener Körperpartien. Sie müssen dauerhaft mit einer physikalischen Therapie behandelt werden, die nur die Symptome lindern kann. Operationen sind aufwendig, zum Teil sehr risikoreich und nicht immer erfolgreich. Eine Tissue-Engineering-Technologie könnte nun eine neue Behandlung ermöglichen: Mit sogenannten bioartifiziellen Lymphknoten sollen die Lymphgewebe und -gefäße regeneriert werden. Mit einer minimalinvasiven Operation könnten sie in die erkrankte Region implantiert werden. Ein Teil des Teams hat bereits Gründungserfahrung, andere Mitglieder haben an Seminaren der UnternehmerTUM teilgenommen.

Platz 3: Chromosome Industrial
Produktionsanlagen der Industrie werden zumeist auf die Anforderungen eines konkreten Produkts ausgelegt und entsprechend statisch konfiguriert. Muss eine Anlage neu konfiguriert werden, ist der Programmieraufwand deshalb in der Regel sehr hoch – wobei solche Neuausrichtungen in den Smart Factories der Industrie 4.0 immer häufiger werden.
Die Gründer haben nun eine Software entwickelt, mit der die Konfiguration einer Produktionsanlage automatisiert und in Echtzeit an neue Anforderungen angepasst werden kann. Neue Hardware- und Software-Komponenten können per Plug and Play eingebunden werden, weil das System die Fähigkeiten und die neue Struktur der Anlage erkennt. Die zugrunde liegende Technologie namens "Chromosome Industrial" wurde gemeinsam mit Industriepartnern bei fortiss entwickelt, einem An-Institut der TUM für Technologietransfer. Gefördert wird das Team von der TUM Gründungsberatung, dem Start-up-Programm KICKSTART der UnternehmerTUM sowie durch das EXIST-Gründerstipendium.

Hier geht’s zur Pressemitteilung.