14.06.2016
Innovation gemeinsam gestalten – Deutsch-Chinesischer Start-up Austausch
Memorandum of Understanding zwischen UnternehmerTUM und Tsinghua x-lab in Peking anlässlich des 8. Deutsch-Chinesischen Forums für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit unterzeichnet.

Vertreter der führenden Entrepreneurship Zentren in China und in Deutschland unterzeichneten gestern in Peking im Rahmen der Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen ein gemeinsames Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Chinesischen Start-ups. Dr. Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der UnternehmerTUM, dem Zentrum für Innovation und Gründung an der TU München und Professor Qian Yingyi, Dekan der School of Economics and Management an der Tsinghua University in Peking und Vertreter des Entrepreneurship Centers x-lab an der Tsinghua University, vereinbarten Maßnahmen zur wechselseitigen Unterstützung bei der Internationalisierung von Hightech-Start-ups.

Professor Qian Yingyi, Dekan der School of Economics and Management an der Tsinghua University und Dr. Helmut Schönenberger, Gründer und Geschäftsführer von UnternehmerTUM

 

Die Globalisierung und Digitalisierung eröffnet auch Start-ups große Wachstumschancen. Um jedoch international erfolgreich zu sein, müssen sie frühzeitig die unterschiedlichen Kunden-bedürfnisse auf den verschiedenen Märkten verstehen und in ihre Produkte und Dienstleistungen einarbeiten.

„Die Deutsch-Chinesische Brücke ist für uns und die Gründer und Start-ups aus unserem Umfeld sehr wichtig und wir sind sehr froh, dass der Deutsch-Chinesische Austausch auch auf der Gründungsebene weiter vorangetrieben wird. Wir freuen uns, zusammen mit so herausragenden Partnern wie dem x-lab und der Tsinghua University Pilotprojekte zu realisieren und hoffen, die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Chinesischen Gründern und Start-ups in Zukunft weiter auszubauen“, sagte Dr. Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der UnternehmerTUM, anlässlich der Unterzeichnung.

Inhalte der Kooperation sind die Unterstützung von jungen, innovativen Technologieunternehmen aus dem universitären Umfeld beim Markteintritt im jeweiligen anderen Land, der Aufbau eines Innovationsnetzwerks aus unternehmerischen Talenten, erfolgreichen Gründern, etablierten Unternehmern und Risikokapitalgebern und die Anbahnung von Kooperationsprojekten und Investitionen. Jährlich möchte man so mindestens zehn Hightech-Start-ups in China und in Deutschland den Markteintritt ermöglichen.

Erste Aktivitäten sind bereits im Mai diesen Jahres gestartet – sieben ausgewählte Start-ups aus dem Umfeld der TU München arbeiteten zehn Tage in Peking im x-lab zusammen mit sieben ausgewählten chinesischen Teams an ihren Produkten, der Geschäftsmodellentwicklung und Markteintrittsstrategien in den jeweiligen Ländern. Darüber hinaus bekamen die Teams Zugang zu chinesischen Industrieunternehmen und Investoren. Im Oktober sind die Chinesischen x-lab Teams zu Gast bei UnternehmerTUM in München. Dieser Ansatz der Zusammenarbeit zwischen Technologie-Start-ups aus zwei der führenden Entrepreneurship Zentren ist bislang einzigartig.

Die Erfahrungen aus dieser Initiative können vom Bundeswirtschaftsministerium auch beim Aufbau einer nationalen Start-up-Initiative für Ostasien genutzt werden.