12/06/2016
Vectoflow: Innovation für die Luftfahrt

Um als Pilot die richtige Geschwindigkeit auszuwählen, bedarf es einer ausführlichen Ausbildung. Doch nicht nur das nötige Know-how ist entscheidend: Jeder Pilot bedient sich der Verwendung von Strömungssonden. Katharina Kreitz, Dr. Christian Haigermoser und Florian Wehner wollten mit ihrer einzigartigen Idee diese Strömungsmesstechnik revolutionieren und vereinfachen. Und das ist ihnen auch gelungen: heraus kam Vectoflow – measurement in fluids.

Das Start-up fertigt maßgeschneiderte Sonden, die durch ihren 3D Druck individuell anpassbar sind. Dadurch können Kundenwünsche berücksichtigt werden. Jede Sonde lässt sich in Form, Größe und Material in das bereits bestehende System (z.B. ein Flugzeug) integrieren – und das macht Vectoflow so erfolgreich. Die Sonden werden außerdem nur aus einem einzigen Teil gefertigt. Somit sind sie wesentlich robuster als herkömmliche Produkte.

 

Speziell in der Luftfahrt werden sogenannte Kielsonden verwendet. Vectoflow hat sich auf die Entwicklung solcher Sonden spezialisiert. Durch die Kielsonden sind auch während extremen Flugmanövern oder während Schräglagen konkrete Messungen möglich. Wichtig hierfür ist es, dass die Instrumente sehr fein und formoptimiert sind. Und genau das bietet Vectoflow.

Katharina und Christian hatten schon in ihren vorherigen Tätigkeiten viel mit Sonden und Messtechnik zu tun, haben sich bei ihrer Arbeit aber nur geärgert. „Da muss es doch etwas Besseres geben, sagten wir uns damals. Durch den 3D Druck dachten wir, könnte man viele Probleme bei den Sonden lösen, beispielsweise erhöhte Robustheit und Flexibilität in Form und Material“, sagt uns Katharina. Nachdem sie Florian mit ins Boot holten, konnte das Spin-off der TU München mit dem Gründungsprozess starten. „Wir haben den EXIST Gründungszuschuss bekommen. Nach ein paar Monaten konnten wir ein Formel 1Team unseren ersten Kunden nennen und so ging es dann langsam weiter“, erinnert sich Katharina.

Mit seiner innovativen Technologie erhielt Vectoflow 2015 den Preis der Gründerinitiative WECONOMY und gewann den Münchener Businessplan Wettbewerb. Das Gründerteam profitierte außerdem vom Netzwerk und der Expertise der UnternehmerTUM und der TUM-Gründungsberatung und konnte seine unternehmerischen Fähigkeiten im Start-up Programm KICKSTART ausbauen.

Aktuell nehmen sie an dem Accelerator Programm TechFounders teil und konnten Siemens als Industriepartner für sich gewinnen.