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Innovationswettbewerb „Handel im Wandel“

Neue Geschäftsideen für den Einzelhandel

Der Innovationswettbewerb „Handel im Wandel“ findet seit 2015 jährlich statt. Die Günther Rid Stiftung und UnternehmerTUM suchen gemeinsam innovative Geschäftsideen zur Stärkung des stationären Einzelhandels. Im November 2017 konnten 300.000 Unternehmen mit circa 3 Millionen Beschäftigten verzeichnet werden. Damit ist der Einzelhandel der drittgrößte Wirtschaftszweig in Deutschland.

Während die Aussichten für den Einzelhandel  insgesamt grundsätzlich gut sind und auch das Einkaufen im Ladengeschäft weiter attraktiv bleibt, sieht sich vor allem der kleine und mittelständische Handel durch die Digitalisierung vor große Herausforderungen gestellt. Gerade in ländlichen Gegenden stehen mittlerweile viele Geschäftsräume leer. Einzelhändlerinnen und Einzelhändler können mit der rasant wachsenden Online-Konkurrenz nur dann mithalten, wenn sie ihre Stärken aktiv nutzen, diese mit innovativen Geschäftskonzepten verbinden und die Chancen der Digitalisierung ergreifen.

Der Innovationswettbewerb „Handel im Wandel“ sucht deshalb Ideen und Konzepte, die das Einkaufserlebnis im Laden stärken, digitale Technologien für den Einkaufsprozess nutzen, Kooperationen zwischen Einzelhändlern fördern oder Online- und Offline-Shopping klug verbinden – für neue Einkaufserlebnisse, lebendige Innenstädte und wirtschaftliche Innovationen.

Die diesjährigen acht besten Gründer- und Innovationsteams stehen fest und werden Anfang Juni bekanntgegeben. In einem 5-monatigen Intensivprogramm werden die Teams bei der Weiterentwicklung ihrer Konzepte unterstützt. Das Programm geht dabei auf die Bedürfnisse von Händler und Start-ups individuell ein. Den beiden besten Konzepten winkt ein Preisgeld von jeweils 10.000 €!

Ihr Ansprechpartner

Dominik Böhler

Dr. dominik böhler

Manager Entrepreneurship & Tech Education

+49 89-18 94 69-1512
@ handelimwandel@unternehmertum.de

Veranstalter des Innovationswettbewerbs

 

Das Wichtigste auf einen Blick

  • was erwartet die 8 Finalisten?
    • Individuelles Coaching durch UnternehmerTUM
    • Einen Auftritt beim Rid Zukunftskongress im Oktober 2018
    • Sichtbarkeit und Austauschmöglichkeit in einem Netzwerk innovativer Einzelhändler in Bayern
  • Was erwartet die gewinner?

    Das beste Handelskonzept und das beste Tech-Start-up erhalten jeweils den Innovationspreis in Höhe von 10.000€

  • Preisverleihung 2017

    Am 18. Oktober 2017 wurden auf dem Rid Kongress die Gewinner des Wettbewerbs bekanntgegeben. Der mit 10.000 € dotierte Preis ging jeweils an den Einzelhändler Graf Dichtungen und an das Start-up Rapitag. Einen Bericht zur Preisverleihung finden Sie hier.

Wichtige Termine

  • Donnerstag, 15. März 2018: Workshop und Informationsabend in München (IHK München Oberbayern, Orleansstraße)
  • Dienstag, 20. März 2018: Workshop und Informationsabend in Nürnberg (JOSEPHS)
  • Donnerstag, 19. April 2018: Bewerbungsfrist (Einreichung 2-Seiter)
  • Montag, 23. April 2018: Bewerbungsworkshop bei UnternehmerTUM (20 Teams werden eingeladen)
  • Mitwoch, 23./ Donnerstag, 24. Mai 2018: Kick-Off Workshop
  • Mittwoch, 20. Juni 2018: Workshop 1
  • Donnerstag, 26. Juli 2018: Workshop 2
  • Mittwoch, 19. September 2018: Workshop 3
  • Donnerstag, 25. Oktober: Präsentation der Finalisten und Auswahl des Gewinnerteams auf dem RID Zukunftskongress

Sieger "Handel im Wandel" 2017

  •  
    Graf Dichtungen

    Das innovative System zur Bilderkennung von Dichtungsprofilen reduziert die Suchzeit für Kundenberater vor Ort und ermöglicht einfachere Onlinebestellungen. Dadurch sieht Geschäftsführerin Kathrin Graf für die Zukunft eine deutliche Erweiterung des bestehenden Geschäftsmodell, welche die Beratungskompetenz des Hauses ins Zentrum stellt.

  •  
    Rapitag

    Die Gründer Alexander Schneider und Sebastian Müller haben die patentierte Technologie für eine intelligente Diebstahlsicherung entwickelt. Rapitag ermöglicht Händlern alle gesicherten Waren mit kostengünstiger Hardware zu einem Point-of-Sale zu machen.

 

Finalisten 2017



  • My Schuhtingstar.de

    Wenn eine promovierte Politikwissenschaftlerin und Unternehmensberaterin mit Harvard-MBA ein Schuhgeschäft eröffnet, ist das kein Laden wie jeder andere. Mit unternehmerischem Weitblick treibt Jana-Maria Lehnhard ihr Schuhgeschäft für Kinder und Damen in Starnberg voran. Sie hat den Trend zur Individualisierung erkannt und entwickelt, gemeinsam mit ihrem Mann Christian Klammer, einen Schuh-Konfigurator, der die Vorteile des stationären Handels mit den unendlichen Möglichkeiten des Online-Shoppings verbindet. Der Kunde probiert im Laden verschiedene Modelle an, testet und fühlt unterschiedliche Materialien und kreiert sich dann an einem Terminal einen eigenen individuellen Schuh. Diesen Lösungsansatz will Jana-Maria Lehnhard nicht für sich behalten: Wenn es nach ihr geht, steht der Schuh-Konfigurator bald in jedem Schuhgeschäft.



  • PROMORAIL

    Zwei Wirtschaftsingenieure mit Tatendrang und ein Einkaufswagen. Shervin Amiri und Andreas Kastner von Promorail wollen das Onlinekonzept des „Targeted Advertising“ in die Supermärkte bringen. Auf kostengünstigen Displays an Einkaufswägen und Warentrennern soll gezielt Werbung ausgestrahlt werden: Avocados sind im Angebot? Der Kunde erhält einen Hinweis via Display. Der Kunde hat gerade Grillkohle in seinen Wagen geladen? Das Display weist ihm den Weg zum Grillfleisch. Ihre Geschäftsidee ist erst zwei Monate jung, einen funktionierenden Prototypen haben die beiden trotzdem schon. Mit der Hilfe von „Handel im Wandel“ wollen sie ihr Geschäftsmodell jetzt weiter ausbauen und Kooperationspartner und Talente treffen. Ende 2018 soll der erste Markt ausgestattet sein.



  • MAWOSA

    „Die Robin Hoods der Lebensmittelbranche“ – so bezeichnet Gründer Adrian Maier sein Start-up MAWOSA. Der Hotelfachmann, Unternehmensberater und Psychologiestudent hatte die Nase voll vom Einheitsbrei in den Einkaufsregalen. Er will kleine und unbekannte Firmen in die Supermärkte bringen. Dafür holt er Hersteller, Handelsvertreter und Großhändler an einen Tisch. „Die großen Händler haben oft nicht den Überblick, welche Produkte es auf dem Markt gibt und greifen deshalb auf die immer gleichen großen Hersteller zurück. Wir bieten den Händlern eine objektive Beratung zu Trends und Kundenbedürfnissen und stellen Kontakt zu kleinen Herstellern her.“ Bei der Auswahl der Firmen achten er und seine Teammitglieder ganz besonders auf Nachhaltigkeit, Fairness, Transparenz und eine schöne, möglichst plastikfreie Verpackung. Bei „Handel im Wandel“ will das Team Kontakte knüpfen und so noch mehr Hersteller und Händler für ihr Netzwerk finden.



  • Tailored Fit

    Niclas Schmitt und sein Bruder Benjamin wollen nicht weniger als den Markt für Skischuhe revolutionieren. Die Brüder sind selbst begeisterte Skifahrer und arbeiten seit vielen Jahren im Sportgeschäft der Eltern. Dabei ist ihnen immer wieder aufgefallen, dass Kunden beim Kauf von Standard-Skischuhen Kompromisse eingehen müssen. Jeder Fuß ist anders und fast immer drückt der Schuh an irgendeiner Stelle. Dafür haben die beiden eine Lösung: Mit 3D-Scannern und –Druckern fertigen sie maßgefertigte Skischuhe an. Die beiden haben ihre Prototypen bereits erfolgreich getestet – mit Unterstützung von „Handel im Wandel“ wollen sie ihr Vertriebskonzept ausarbeiten und das Team ausbauen.