Navigation durch die Herausforderungen der deutschen KMU-Landschaft
Die deutsche Mittelstandslandschaft steht vor einer Reihe von Herausforderungen, die in den letzten Jahren an Komplexität und Dringlichkeit zugenommen haben. Der Fachkräftemangel, der Schutz sensibler IT-Infrastrukturen, eine schwache konjunkturelle Entwicklung und ein zunehmender Wettbewerbsdruck stellen Unternehmen vor große Herausforderungen, die oft schwer alleine zu bewältigen sind. ¹
In dieser Zeit des Umbruchs und der Veränderung erweist sich die Zusammenarbeit mit Start-ups als eine vielversprechende Strategie für Mittelständler, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Start-ups bringen nicht nur innovative Ideen und Technologien mit sich, sondern auch eine Agilität und Flexibilität, die für etablierte Unternehmen oft schwer zu erreichen ist. Durch die richtige Partnerschaft können Mittelständler von der Dynamik und dem Innovationspotenzial von Start-ups profitieren, um Lösungen für ihre drängendsten Probleme zu finden.
Auf dieser Seite werden wir genauer darauf eingehen, wie Start-ups dabei helfen können, als Mittelständler bedeutende technologische Fortschritte zu machen. Wir werden aufzeigen, wie Mittelständler durch eine erfolgreiche Kollaboration mit Start-ups Zugang zu neuen Technologien wie Industrial Metaverse oder Künstlicher Intelligenz erhalten können. Darüber hinaus werden wir die Schlüsselfaktoren für den Aufbau und die Pflege einer erfolgreichen Partnerschaft mit Start-ups untersuchen und praxisorientierte Empfehlungen für eine nachhaltige Zusammenarbeit vorstellen.
Diese Partnerschaften sind jedoch nicht immer einfach zu handhaben. Wir erörtern auch die häufigen Hürden, die bei diesen Kooperationen auftreten können, und geben Einblicke in deren Überwindung. Unser Ziel ist es, unsere Leser.innen mit dem Wissen und den Instrumenten auszustatten, die sie benötigen, um das innovative Potenzial von Start-ups zu nutzen und das eigene Unternehmen zukunftssicher zu machen.
Die größten Herausforderungen für die Industrie im Jahr 2024
Technologischer Sprung und Anpassung
Fachkräftemangel
Effizienz und Digitale Transformation
Steigende Kosten und Unterbrechungen der Lieferkette
Präsentiert von
Gesammelt und präsentiert werden diese Erkenntnisse von UnternehmerTUM - dem führenden Zentrum für Innovation und Unternehmensgründung in Europa mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung von Innovationsstrategien und der Umsetzung von technologiegetriebenen Geschäftsideen.
© Bert WillerForum UnternehmerTUM 2024 - eine jährlich stattfindende Veranstaltung nur für Changemaker und internationale Visionäre, die sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen
© Steffen KastnerProf. Dr. Helmut Schönenberger (CEO, UnternehmerTUM) und Dr. Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
© Bert WillerDer Ultimate Demo Day, der von verschiedenen UnternehmerTUM-Untermarken und -Partnern unterstützt wird, bietet eine Plattform, um mit den vielversprechendsten Start-ups in Kontakt zu treten
© Alexandra BeierDie UnternehmerTUM Corporates & Investors Casino Night bringt die Vordenker und Entscheider zusammen, die die Zukunft der Innovation gestalten, und fördert sinnvolle Verbindungen und Austausch
© Bert WillerUnsere Veranstaltungen bieten ein vielfältiges Angebot an Rednern: Jonas Deichmann, ein deutscher Abenteurer und rekordverdächtiger Extremsportler, der beim Ultimate Demo Day 2022 aufgenommen wurde
Wie Startup-Kooperationen helfen, Technologiesprünge zu bewältigen
Im Zeitalter der ständigen Veränderung und des technologischen Fortschritts wird der Begriff "Outside-In Innovation" zunehmend zum Schlagwort für Unternehmen, die nach neuen Wegen suchen, um relevant zu bleiben und sich weiterzuentwickeln. Outside-In Innovation bezeichnet den Ansatz, externes Wissen, Kapazitäten und Fähigkeiten zu nutzen, um interne Innovationsprozesse anzustoßen und zu beschleunigen. Statistiken zeigen, dass Unternehmen im Durchschnitt 70 % ihres Innovationsbudgets für Kernverbesserungen, 20 % für angrenzende Innovationen und 10 % für bahnbrechende Projekte verwenden.¹¹
Dabei spielen Start-ups eine zentrale Rolle als Quelle für frische Ideen, agile Arbeitsmethoden und disruptive Technologien. In bestimmten Branchen wird die Zusammenarbeit als eine entscheidende Form angesehen, um im Spiel zu bleiben: In der Luft- und Raumfahrtindustrie haben bereits 100 % der Unternehmen mit Start-ups zusammengearbeitet.⁷
Start-ups bringen nicht nur frischen Wind, sie führen oft die Entwicklung an. Ein Beispiel dafür ist das wachsende Metaverse-Ökosystem: Im Jahr 2023 wurden 1.385 Metaverse-Start-ups identifiziert, und große Unternehmen wie Meta, Qualcomm und Microsoft investieren aktiv in Metaverse-Technologien. Die Vorfreude auf die potenziell transformativen Auswirkungen virtueller Welten ist groß.²
Obwohl der Begriff "Metaverse" im vergangenen Jahr an Glanz verloren hat (bei Apple’s Produktankündigung für Vision Pro wurde er nicht ein einziges Mal erwähnt), bleibt der Innovationsbereich mit neuen Begriffen wie "Spatial Computing" und "dreidimensionaler Benutzeroberfläche" spannend.³ ⁶

Der Wunsch, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erkunden, ist das Hauptziel, das Unternehmen dazu bewegt, mit Start-ups zusammenzuarbeiten. Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit sind die drei wichtigsten Bereiche, die Unternehmen in Zusammenarbeit mit Start-ups erforschen möchten⁷.
Allein KI und Big Data machten im Jahr 2022 fast ein Drittel der weltweit von Risikokapital finanzierten Start-up-Deals aus, was die zentrale Bedeutung dieser Technologien unterstreicht.¹⁷
In der DACH-Region sorgen Start-ups, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, für Aufsehen: Generative KI-Start-ups in der Region haben einen Anstieg der Finanzierung verzeichnet und dabei frühere Rekorde übertroffen, während sich das gesamte Risikokapitalniveau auf das Vor-2021-Niveau zurückbewegt hat.⁴
Allein im Jahr 2023 wurden 341 KI-bezogene Start-ups gegründet, was einem Anstieg von 67 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.¹⁶ Die Zahl der deutschen “Unicorns” ist in den letzten fünf Jahren vervierfacht - dennoch gibt es im Vergleich zu großen Akteuren wie Israel und den USA noch Aufholbedarf.⁵
Anzahl der neu finanzierten KI-Start-ups 2013-2023 ¹⁵
Zusammenarbeit ist die Norm, nicht die Ausnahme
Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups hat in Europa eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt: Etwa 72 % der europäischen Unternehmen sind aktiv an Projekten mit Start-ups beteiligt und zwei Drittel dieser Unternehmen halten solche Kooperationen für wichtig oder entscheidend für ihre strategischen Ziele, was die Bedeutung von Start-ups als Wachstumsmotor für etablierte Unternehmen unterstreicht. Eine eigene Abteilung oder Geschäftseinheit, die sich um diese Partnerschaften kümmert, ist von großer Bedeutung; fast 90 % der Unternehmen, die ihre Ziele konsequent erreichen, haben eine solche Abteilung oder Geschäftseinheit für diesen Zweck eingerichtet. ⁷
Der Zeitpunkt des Beginns dieser Kooperationen spiegelt die zunehmende Bedeutung der offenen Innovation als Antwort auf globale Herausforderungen wider: Etwa 50 % der im Open Innovation Report analysierten Kooperationen zwischen Unternehmen und Start-ups wurden während oder nach der Pandemie gestartet. Auch die Effizienz dieser Kooperationen hat sich deutlich verbessert. Früher brauchten 75 % der Partnerschaften zwischen Unternehmen und Start-ups im Durchschnitt mindestens sieben Monate, um die Startphase zu erreichen - heute brauchen nur noch 42 % der Projekte so lange.⁸ Diese Verschiebung zeigt nicht nur die zunehmende Agilität von Unternehmens- und Start-up-Teams, sondern auch ihre wachsende Fähigkeit, Ideen rasch in umsetzbare Ergebnisse zu verwandeln.
Externe Unterstützung und Programme fördern den Erfolg von Kooperationen
Die Hilfe von außen kann den Erfolg der Zusammenarbeit zwischen größeren Unternehmen und Start-ups erheblich steigern. Etwa 55 % der Unternehmen nutzen externe Vermittler, um ihre Open-Innovation-Projekte zu verwalten, und diese Einbindung hat Berichten zufolge den Projekterfolg erheblich gesteigert.⁷ Mehr als drei Viertel der Fortune-100-Unternehmen sind im Bereich Risikokapital (VC) aktiv, wobei die Hälfte von ihnen einen VC-Bereich als Tochtergesellschaft eingerichtet hat, wobei Unternehmen mit internen VC-Geschäftseinheiten¹⁰ nicht mitgerechnet sind. Die meisten neuen Ideen und Innovationsprojekte stammen aus Ideenwettbewerben und Intrapreneurship-Programmen, nur etwa 25 % der Ideen kommen aus dem Managementteam.¹¹
Zusammenfassung: Vorteile der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups
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Etablierte Unternehmen können von den neuesten technologischen Fortschritten profitieren, zu denen sie sonst vielleicht keinen Zugang hätten, und neue Märkte und Geschäftsmodelle erkunden, ohne sie selbst entwickeln zu müssen. Dieser Ansatz spart wertvolle Zeit und Ressourcen, positioniert diese Unternehmen an der Spitze der Innovation und sichert ihre Wettbewerbsfähigkeit.
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Start-ups bringen nicht nur spezifisches Fachwissen und technologisches Know-how mit, sondern auch eine unternehmerische Denkweise und Innovationskraft, die etablierte Unternehmen oft nur schwer nachahmen können.
Die Blaupause für eine erfolgreiche Zusammenarbeit
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Mittelständlern und Start-ups erfordert eine klare Struktur und eine strategische Herangehensweise. Im Folgenden werden drei wichtige Prinzipien vorgestellt, die beachtet werden sollten, um eine solide Grundlage für eine effektive Partnerschaft zu schaffen.

Engagement des Managements und Etablierung von KPI's
Das Engagement und die Unterstützung des Managements sind entscheidend für den Erfolg einer Zusammenarbeit mit Start-ups. Es ist wichtig, dass das Management die Bedeutung dieser Partnerschaften erkennt und sich aktiv dafür einsetzt. Dies kann sich in Form von finanzieller Unterstützung, Ressourcenbereitstellung und der Festlegung klarer Ziele und Kennzahlen (KPI's) äußern. Durch die Festlegung von KPI's können der Fortschritt und der Erfolg der Zusammenarbeit gemessen und bewertet werden, was eine kontinuierliche Verbesserung ermöglicht.

Das eigene Unternehmen als Service-Provider für das Start-up sehen
Um eine Win-Win-Situation zu schaffen, sollten Mittelständler ihr Unternehmen als Service-Provider für das Start-up betrachten. Dies bedeutet, dass sie nicht nur finanzielle Mittel bereitstellen, sondern auch ihr Fachwissen, ihre Erfahrung und ihre Ressourcen zur Verfügung stellen. Dies kann den Start-ups helfen, ihre Ideen schneller umzusetzen und ihr Wachstum zu beschleunigen. Es ist auch wichtig, klare Vereinbarungen und Verträge über die Zusammenarbeit zu treffen, um die Erwartungen beider Seiten zu definieren und zu dokumentieren.

Bewusstsein innerhalb des Unternehmens für die Zusammenarbeit mit einem Start-up schaffen
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit erfordert ein Bewusstsein und eine Akzeptanz innerhalb des gesamten Unternehmens. Dies beinhaltet proaktive Kommunikation über die Ziele und Vorteile der Zusammenarbeit sowie die Einbindung relevanter Geschäftseinheiten von Anfang an. Es ist wichtig, dass alle Mitarbeiter verstehen, wie die Zusammenarbeit mit dem Start-up ihr eigenes Arbeitsumfeld beeinflussen kann und wie sie dazu beitragen können, den Erfolg der Partnerschaft zu unterstützen. Darüber hinaus sollten Mittelständler darauf achten, keine Exklusivität mit einem einzigen Start-up einzugehen, sondern offen für verschiedene Partnerschaften und Kooperationen zu sein, um von einem breiteren Spektrum an Ideen und Innovationen zu profitieren.
In den folgenden Artikeln wird ersichtlich, wie wir die Punkte in Deutschland und darüber hinaus miteinander verbunden haben
© Alliance, Imago„So können wir nicht weitermachen“
Der Bundeswirtschaftsminister will bis zu 15 Start-up-Factories fördern. Dafür gibt es ein Vorbild – das von Helmut Schönenberger geleitete Gründungszentrum UnternehmerTUM.
Mehr lesen: Handelsblatt
© The InnovatorHow Cremer, A 78-Year-Old Business, Is Helping Food Startups Innovate
Nachdem Cremer seine Top-Führungskräfte durch ein Programm der UnternehmerTUM geschickt hatte, beschloss das Unternehmen, mit seinem Geschäftsbereich DTC (Deutsche Tiernahrung Cremer), dem größten privaten Anbieter von Tierfutter in Deutschland, in die nachhaltige Ernährung des Menschen einzusteigen.
Mehr lesen: https://theinnovator.news/how-...
Digital Reboot: How the Family Office PFAFF is Driving its Digitalization with UnternehmerTUM
Das bayerische Familienunternehmen PFAFF Werkzeug- und Formenbau blickt auf eine 60-jährige Erfolgsgeschichte in der Herstellung von Spritzgießwerkzeugen für Dichtungssysteme in der Automobilindustrie zurück und gehört zu den drei bedeutendsten Global Playern in diesem Nischenmarkt.
Mehr lesen: https://www.unternehmertum.de/...
© Stefan MuelIm Mittelstand gibt es noch viele digitale Lücken
Familienunternehmen haben einen hohen Digitalisierungsbedarf. Die Münchner Start-up-Schmiede UnternehmerTUM will Abhilfe schaffen, auch mit Künstlicher Intelligenz.
Mehr lesen: https://www.faz.net/aktuell/wi...
Wie lassen sich verschiedene Formate der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups vergleichen?
Verschiedene Kooperationsformate zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups dienen als Vehikel für Innovationen. Zu den wichtigsten Kooperationsformaten gehören Innovations- und Digital-Labs, Acceleratoren, Corporate-Venture-Capital-Einheiten (CVC), Partnereinheiten und Inkubatoren. Erfolgreiche Unternehmen entwickeln diese Formate kontinuierlich weiter, indem sie zum Beispiel bestehende Inkubatoreinheiten in CVC-Einheiten umwandeln.⁹
Hier eine Momentaufnahme der sechs bekanntesten Kooperationsformate
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Third-Party Accelerator Program oder Incubator: Zugang zu einem vielfältigen Pool von Start-ups, ohne das Programm direkt zu verwalten.
Ein von einer externen Organisation durchgeführtes Programm, das Start-ups in der Frühphase dabei hilft, ihr Wachstum zu beschleunigen, indem es ihnen Mentoren, Experten-Coaching, Kontakte und Möglichkeiten zur Präsentation vor Investoren und manchmal auch Finanzmittel zur Verfügung stellt.
Besonderheiten des Formats:
• Zugang zu einer Vielzahl von gut gecoachten Start-ups, ohne die operative Last der Verwaltung des Programms zu tragen
• Potenzielle Investitionsmöglichkeiten und Kapitalbeteiligungen an vielversprechenden Start-ups
Besonders geeignet für:
• Kleine bis mittelgroße Unternehmen, die Zugang zu Innovationen suchen, ohne die für die Durchführung eines internen Programms erforderlichen umfangreichen Ressourcen zu binden
Risiken und Nachteile des Formats:
• Begrenzte Kontrolle über den Schwerpunkt des Programms
• Einschränkungen bei der Auswahl der Start-ups hängen vom Programm ab
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Corporate Accelerator Program oder Incubator: Treiben gezielte, auf Ihre Geschäftsziele abgestimmte Innovationen voran und gestalten das Wachstum des Start-ups aktiv mit
Eine Initiative eines Unternehmens zur Unterstützung und Betreuung interner oder externer Start-ups, die ihnen Ressourcen, Mentoren und Möglichkeiten für Pilotprojekte zur Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle bietet, die mit den strategischen Zielen des Unternehmens im Einklang stehen.
Besonderheiten des Formats:
• Unternehmen, die über die Mittel verfügen, um in langfristige Innovationsprojekte zu investieren, und die in der Lage sind, neue Technologien in großem Umfang in ihre umfangreichen Tätigkeiten zu integrieren
Besonders geeignet für:
• Unternehmen, die über die Mittel verfügen, um in langfristige Innovationsprojekte zu investieren, und die in der Lage sind, neue Technologien in großem Stil in ihre umfangreichen Tätigkeiten zu integrieren
Risiken und Nachteile des Formats:
• Erhebliche Investition von Zeit, Ressourcen und Management-Aufmerksamkeit
• Ausgleich zwischen interner Bürokratie und Agilität bei der Gründung
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Corporate Venturing: Strategische Investitionen in Start-ups, um finanzielle Erträge zu erzielen und Zugang zu innovativen Technologien zu erhalten
Größere Organisationen investieren direkt in Start-ups, die mit ihren strategischen Zielen oder Interessengebieten übereinstimmen.
Besonderheiten des Formats:
• Möglichkeit hoher finanzieller Erträge und Wettbewerbsvorteile
• Früher Zugang zu Spitzentechnologien und Geschäftsmodellen und Aufbau von Beziehungen zum Ökosystem und zu Talenten
Besonders geeignet für:
• Größere Unternehmen, die über finanzielle Mittel verfügen, um in Start-ups zu investieren
Risiken und Nachteile des Formats:
• Erfordert Risikokapitalerfahrung und birgt ein finanzielles Risiko, wenn das Start-up scheitert
• Potenzielle Interessenkonflikte und möglicherweise keine Übereinstimmung mit kurz- oder mittelfristigen Zielen, insbesondere in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs
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Open Innovation Challenge: Förderung kreativer Lösungen von externen Start-ups zur Lösung spezifischer Probleme oder Mängel
Ein Wettbewerb, bei dem ein Unternehmen oder eine Organisation nach innovativen Lösungen für bestimmte Probleme sucht, indem sie Start-ups, Unternehmer und externe Innovatoren zur Teilnahme einlädt. Die Gewinner können Finanzmittel, Partnerschaften oder Möglichkeiten zur Erprobung ihrer Lösungen mit dem Sponsorunternehmen erhalten.
Besonderheiten des Formats:
• Kostengünstige Möglichkeit, eine große Anzahl innovativer Lösungen und Ideen für eine bestimmte Herausforderung zu finden.
• Verbessert den Ruf des Unternehmens als Innovator und Vordenker und erhöht die Markenbekanntheit durch den Kontakt mit einem breiten Publikum.
Besonders geeignet für:
• Unternehmen unterschiedlicher Größe, die nach verschiedenen Lösungen für eine bestimmte Herausforderung suchen
Risiken und Nachteile des Formats:
• Begrenzte Möglichkeiten, Ideen nach dem Wettbewerb weiterzuentwickeln.
• Die Verwaltung einer großen Anzahl von Einreichungen kann ressourcenintensiv sein.
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Pilot Projects and Proof-of-Concepts (PoCs): Validierung der Technologie oder des Konzepts des Start-ups, bevor eine Umsetzung in größerem Maßstab in Angriff genommen wird
Ein Pilotprojekt oder ein Konzeptnachweis (Proof of Concept, PoC) dient als kleiner Test zwischen einem Unternehmen und einem Start-up, um neue Produkte, Dienstleistungen oder Technologien zu entwickeln und zu testen, was bei Erfolg oft zu einer umfassenderen Zusammenarbeit führt.
Besonderheiten des Formats:
• Bietet ein kosteneffizientes Mittel zur Bewertung der Machbarkeit einer Lösung vor der Einführung in großem Maßstab und liefert wertvolle Erkenntnisse für die Entscheidungsfindung und Risikominderung
• Die Agilität und Dynamik von Start-ups ermöglicht rasche Fortschritte bei der Entwicklung und Einführung von Produktprototypen
Besonders geeignet für:
• Unternehmen, die bereit sind, spezifische Lösungen mit einem Start-up zu testen
Risiken und Nachteile des Formats:
• Die Möglichkeit, dass Pilotprojekte scheitern, was zu einer Verschwendung von Ressourcen führt
• Stabilität ist aufgrund der Risikoscheu von Start-ups und der Akzeptanz von Unwägbarkeiten nicht garantiert
• Ein begrenzter Umfang kann künftige Herausforderungen nicht angemessen antizipieren oder die Skalierung bis zur vollständigen Umsetzung erleichtern
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Venture Clienting: Werden Sie ein frühzeitiger Anwender oder Kunde des Produkts eines Start-ups
Ein Modell, bei dem Unternehmen als frühe Kunden für die Produkte oder Dienstleistungen von Start-ups fungieren. Indem sie frühzeitig Zugang zu Spitzentechnologien und -lösungen erhalten, verbessern sie ihren Wettbewerbsvorteil in der Branche. Gleichzeitig geben sie dem Start-up-Unternehmen wichtige Rückmeldungen und Bestätigungen, so dass es sich auf eine an der Marktnachfrage orientierte Produktentwicklung konzentrieren kann, was den Zeit- und Ressourcenaufwand für die Gewinnung erster Kunden minimiert.
Besonderheiten des Formats:
• Unternehmen können die Lösung des Start-ups an ihre spezifischen Anforderungen anpassen und so eine bessere Abstimmung mit bestehenden Prozessen und Systemen gewährleisten
• Kürzere Markteinführungszeit im Vergleich zu internen F&E-Initiativen
Besonders geeignet für:
• Mittlere bis große Unternehmen, die ohne Kapitalbeteiligung einen direkten Nutzen aus neuen Produkten ziehen wollen
Risiken und Nachteile des Formats:
• Abwägen zwischen Risikotoleranz und Experimentierfreudigkeit von Start-ups bei gleichzeitiger Bewältigung möglicher Diskrepanzen zwischen den Fähigkeiten von Start-ups und den Erwartungen des Unternehmens.
• Die Integration und Unterstützung von Start-up-Lösungen in das Unternehmensumfeld erfordert erhebliche Anstrengungen
Erfolgsgeschichten zwischen Corporates & Startups
Partnerschaften und Kooperationsprojekte zwischen etablierten Unternehmen und globalen Start-ups haben zur Entwicklung innovativer Produkte, verbesserter Kundenerfahrungen und optimierter Qualitätskontrollprozesse beigetragen. Hier ein Blick auf einige der Beispiele aus unserem Ökosystem:

HP Tech Ventures & Simplifyber: Einführung des ersten biologisch abbaubaren Schuhs auf Pflanzenbasis

WACKER & ANTICIPATE: Verbesserte Qualitätskontrolle mit KI-gestützter Videoanalyse

ADAC & VirtualQ: Über 300.000 eingesparte Warteminuten in weniger als sechs Monaten
Die Ursachen des Scheiterns von Partnerschaften entschlüsseln
Nachlassende Begeisterung in Deutschland - Hat sich der Hype um Berlin abgenutzt?
Trotz der wachsenden Zahl von Kooperationen zwischen Unternehmen und Start-ups in ganz Europa gibt es nach wie vor erhebliche Herausforderungen, insbesondere in Deutschland. Während Länder wie Italien und die Benelux-Staaten den größten Enthusiasmus für Open Innovation zeigen (mit 80 % der Unternehmen, die diese Initiativen aktiv verfolgen), hinkt Deutschland mit nur 57 % Beteiligung an solchen Partnerschaften hinterher.⁷ Dies ist bemerkenswert wenig, wenn man bedenkt, dass Berlin als führendes europäisches Start-up-Zentrum gilt. Die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen ist in den letzten drei Jahren um 10 Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 61 %. Nur 28% der Start-ups sind mit den Unternehmenspartnerschaften zufrieden.¹² Auch das Corporate Venture Capital ist zurückhaltender als im Vorjahr.⁵
Was behindert also die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups?
Obwohl 79 % der Unternehmen Innovation als eine der drei wichtigsten Prioritäten einstufen, sind nur 6 % der Führungskräfte mit ihrer Innovationsleistung zufrieden. Darüber hinaus ist die Unzufriedenheit mit bestehenden Partnerschaften ein kritisches Thema: 45 % der Unternehmen und 55 % der Start-ups gaben an, mit ihren Kooperationsbemühungen "sehr unzufrieden" oder "eher unzufrieden" zu sein.⁹ Diese Ergebnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an der Entwicklung effektiverer Innovationsstrategien und Kooperationsformate.

1. Mangel an Klarheit und Erwartungen
Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Start-ups wird oft durch unklare Ziele und unrealistische Erwartungen erschwert. Unternehmen erwarten möglicherweise maßgeschneiderte Lösungen, ohne die Fähigkeiten von Start-ups oder deren Implementierungsaufwand zu berücksichtigen. Die Start-ups hingegen legen Wert auf den Zugang zum Markt des größeren Partners. Um erfolgreich zu sein, ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Bedürfnisse beider Seiten berücksichtigt, entscheidend.
2. Fehlende Unterstützung durch das Unternehmen
Nur wenige Kooperationen kommen zustande; nur etwas mehr als 11 % der Kooperationen zwischen Unternehmen und Start-ups schaffen es bis zu einer groß angelegten Einführung. Diese Kooperationen werden auf dem Weg dorthin nicht nur auf der Start-up-Seite der Gleichung behindert, sondern auch durch mangelnde Unterstützung seitens der Unternehmen. Nur 37 % der befragten Start-ups geben an, dass Unternehmen über spezielle Ressourcen, ein Budget oder einen klar definierten Skalierungsprozess verfügen, um die Zusammenarbeit mit Start-ups voranzutreiben. ⁸
3. Rechtliche und regulatorische Hindernisse
Rechtliche und regulatorische Fragen machen 14 % der Inkompatibilitätsprobleme zwischen Unternehmen und Start-ups aus und schaffen erhebliche Hürden, die potenzielle Partnerschaften und innovative Durchbrüche behindern können. ⁷
4. Geringe Risikotoleranz und rechtliche Hürden
13,7 % der Unternehmen gaben die geringe Risikotoleranz als Grund für die Unvereinbarkeit mit Start-ups an. Unternehmen zögern oft, Projekte in Angriff zu nehmen, weil sie unsichere oder unkonventionelle Innovationen trotz potenzieller Vorteile nur ungern annehmen. Die Abwägung finanzieller und marktbezogener Risiken gegen mögliche Vorteile kann ihre Bereitschaft behindern, in neue Produkte oder Lösungen zu investieren und sie zu testen. Darüber hinaus birgt der Informationsaustausch mit Start-ups Risiken für geschütztes Wissen, was zu Problemen mit dem geistigen Eigentum führen kann.
5. Verlängerte Zeit bis zum Go-Live
Ein kritisches Problem ist die im Vergleich zu anderen Regionen längere Zeit, die Kooperationen in Europa benötigen, um das Start-up-Stadium zu erreichen. Diese Verzögerung behindert die Fähigkeit sowohl von Unternehmen als auch von Start-ups, innovative Chancen schnell zu nutzen, und schmälert den Wettbewerbsvorteil, den diese Kooperationen bieten sollen. ⁸
Erzielen von Corporate-Start-up Erfolg: Ein sechsstufiger Leitfaden
Wie wir auf dieser Seite gesehen haben, bieten diese Kooperationen gegenseitigen Nutzen - Start-ups erhalten Zugang zu Ressourcen und Markterfahrung, während Unternehmen von neuen Ideen, Flexibilität und technologischen Fortschritten profitieren. Doch obwohl die potenziellen Vorteile beachtlich sind, gibt es eine Reihe von Hindernissen, die den Erfolg dieser Kooperationen beeinträchtigen können.
Um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen für die Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen gerüstet ist, haben wir Schritte und eine Checkliste für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Ihrem Unternehmen und Start-ups zusammengestellt, um den Nutzen für beide Seiten zu maximieren. Wie bereits erwähnt, hat sich gezeigt, dass die Inanspruchnahme von Dienstleistungen Dritter, die auf die Förderung solcher Kooperationen spezialisiert sind, die Ergebnisse der Partnerschaft verbessert. Erwägen Sie die Nutzung von Accelerator- oder Inkubator-Programmen Dritter, von Corporate-Start-up-Matchmakern oder von Venture-Client-Partnern, um Ihren Kooperationsprozess zu optimieren.
Für weitere Informationen darüber, wie Sie Ihre Partnerschaften mit Start-ups verbessern können oder wie Sie die Zusammenarbeit mit Start-ups nutzen können, um die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens zu steigern, wenden Sie sich bitte an unsere Ansprechpartner, die am Ende dieser Seite aufgeführt sind.
Roadmap to Successful Collaboration Projects

Checkliste für erfolgreiche Partnerschaften zwischen Unternehmen und Start-ups
✓ Frühzeitig Erwartungen und klare Ziele festlegen
✓ Legen Sie zu Beginn einen detaillierten Ablaufplan fest
✓ Klären Sie Art und Umfang der Unterstützung, die Sie leisten können
✓ Erhalten Sie von Anfang an Zugang zu den Daten, die Sie benötigen
✓ Klären Sie die NDA und andere rechtliche Angelegenheiten
✓ Seien Sie ehrlich und transparent bezüglich des Budgets und planen Sie frühzeitig
✓ Beziehen Sie die Entscheidungsträger vom ersten Tag an in den Prozess ein
✓ Klären Sie die Aufgaben/Pflichten beider Parteien
✓ Fördern Sie einen transparenten und offenen Dialog
✓ Bestimmen Sie einen internen Marketingpromoter für das Start-up
Setzen Sie diese Erkenntnisse in die Tat um: Kontaktieren Sie unsere Experten
Sprechen wir über Innovationsstrategie
UnternehmerTUM Business Creators verbindet methodische Kompetenz mit strategischer Umsetzung, um Innovationsprojekte voranzutreiben. Inspiriert von Business-Design-Prinzipien nutzen wir unsere umfassende Erfahrung in der Problemerkennung und Lösungsentwicklung, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Unser Angebot:
- Unternehmens- und Innovationsstrategie aufeinander abstimmen und Innovationsfelder identifizieren
- Kundenbedürfnisse und Technologien entdecken und Geschäftsideen entwickeln
- Neue Geschäftsmodelle validieren und auf dem Markt einführen
- Die Kernorganisation aktivieren und Innovationsakteure im Unternehmen stärken
Sprechen wir über Start-up- Kooperationen
TechFounders ist auf strategische Partnerschaften zwischen Unternehmen und Start-ups durch verschiedene Matchmaking-Formate spezialisiert. Wir konzentrieren uns auf die individuellen Bedürfnisse jedes Unternehmens und jedes Start-ups, um die Effektivität ihrer Zusammenarbeit zu maximieren.
Unser Angebot:
Venture Clienting: Einrichtung einer eigenen Venture Client Unit oder Umwandlung anderer Innovationseinheiten in eine Venture Client Unit.
Pilot Project Program (Partnership): Geringes Risiko bei der Validierung der Durchführbarkeit und der potenziellen Auswirkungen der Lösung eines Start-ups, ohne dass Sie Ihr eigenes internes Programm durchführen müssen.
Start-up Scouting für verschiedene Zwecke, einschließlich Ihrer eigenen Innovationsherausforderungen, mit Einblicken in die neuesten Trends auf dem Innovationsmarkt.


Quellenverzeichnis
Zusätzlich: