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Deutsch-Französisches Frauenforum: Entrepreneurship-Austausch und Diversität

Paneldiskussion mit Moderation
Geschrieben
11 Juli 2019
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Zusammen mit der internationalen Business School HEC Paris veranstaltete die UnternehmerTUM das Deutsch-Französische Frauenforum in Garching bei München. Über 100 Führungskräfte, Gründerinnen, Experten in Technologie, Diversität, interkulturellen Beziehungen und Journalisten kamen zu einem gemeinsamen Austausch über die Stellung von Frauen, ihr Know-how und ihre Führungsrolle in Unternehmen, Organisationen und gesellschaftlichen Bereichen zusammen.

Im zweiten Frauenforum der HEC Paris wurde unter dem Titel “Entrepreneurship: Technologie, Finanz und Kultur in Frankreich und Deutschland” ein Rahmen geboten, um zentrale Themen im Bereich Female Entrepreneurship zu diskutieren, Akteure und Interessierte zu vernetzen und den internationalen Austausch zu stärken. Die Beiträge auf Deutsch und Französisch wurden simultan in die jeweils andere Sprache übersetzt.

Dr. Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der UnternehmerTUM, hob in seiner Begrüßung die Wichtigkeit des Engagements für Diversität in der Wirtschaft und Start-up-Szene hervor. Innerhalb der UnternehmerTUM werde durch die Initiative Women.start.up! eine höhere Beteiligung von Frauen verfolgt. Es brauche noch mehr mutige Gründerinnen, die ihre Kreativität und unternehmerischen Projekten in die Tat umsetzen, sagte er.

Eine Studie der Boston Consulting Group von 2018 hat gezeigt, dass von Frauen gegründete Start-ups doppelt so profitabel sind wie die von Männern.

Dennoch liegt in Europa der Frauen-Anteil bei den Unternehmensgründungen lediglich bei 14,7 Prozent. Deutschland schneidet mit 13,9 Prozent sogar noch schlechter ab.

Die Potentiale von Frauen, sich erfolgreich in Business und Technologie einzubringen, wurden in vier Panels diskutiert. Daran teil nahmen Führungskräfte aus Start-ups, etablierten Unternehmen und Organisationen, Vertreter von Programmen der UnternehmerTUM sowie aus dem akademischen Bereich und der Politik, Journalisten und Experten aus Technologie, Diversität und interkulturellen Beziehungen.

Panel 1: Startup and Family - Mission Impossible?

Panel 1: "Startup and Family: Mission Impossible?"

Die Themen der Panels:

  • “Startup and Family: Mission Impossible?”
  • “Artificial Intelligence: Future trends and the impact on society”
  • “Venture Capital: Money is flowing but not for women… yet - VC (culture) in France and Germany”
  • "Mrs. CEO - Entrepreneurial culture in France and Germany”

Mit zahlreichen Beispielen aus dem eigenen (Arbeits-)Alltag zeigten die Teilnehmenden aus Unternehmen und Organisationen wie CSW digital, France AI hub, Volkswagen, Doctolib und der TU München Wege auf, Diversität in Organisationen zu fördern und den Brückenbau zwischen privat und beruflich zu meistern. Von Feedback aus dem Publikum bestätigt, bot das Forum ebenfalls einen wichtigen interkulturellen Austausch mit europäischer Perspektive.

Das Thema Künstliche Intelligenz wurde in gesellschaftlich relevantem Kontext diskutiert. Dr. Denise Vandeweijer, Head of AI Transformation bei appliedAI, forderte: “Wir müssen den Diskurs um KI in die gesamte Gesellschaft bringen. KI darf keine “Black Box” sein.” Gesellschaftlich als wichtig empfundene Werte müssten von Beginn an Eingang in die Entwicklung künstlicher Intelligenz finden, so der Konsens im Panel.

Beim Schwerpunkt Venture Capital diskutierten die Teilnehmenden über Hürden für Frauen, die ihre Geschäftsidee einem - meist vorrangig männlichen - Investorenkreis vorstellen. Einem werde oft mit Vorurteilen begegnet und Produkte für weibliche Zielgruppen träfen trotz überzeugendem Geschäftsmodell auf weniger Interesse. In diesem Bereich Fuß zu fassen gelinge vor allem mit Mut, Durchsetzungsvermögen und dem Aufbauen eines eigenen Netzwerks, so die Expertinnen.

Panel 4: "Entrepreneurial culture in France and Germany"

Panel 4: "Entrepreneurial culture in France and Germany"

Beim Schwerpunkt Venture Capital diskutierten die Teilnehmenden über Hürden für Frauen, die ihre Geschäftsidee einem - meist vorrangig männlichen - Investorenkreis vorstellen. Einem werde oft mit Vorurteilen begegnet und Produkte für weibliche Zielgruppen träfen trotz überzeugendem Geschäftsmodell auf weniger Interesse. In diesem Bereich Fuß zu fassen gelinge vor allem mit Mut, Durchsetzungsvermögen und dem Aufbauen eines eigenen Netzwerks, so die Expertinnen.

Strategien der Internationalisierung und die Wichtigkeit eines internationalen Mindsets für das eigene Business fanden insbesondere in der vierten Gesprächsrunde Raum. Auch international relevante Punkte wie die Gender Gap in Führungspositionen und ihre Ursachen wurden diskutiert.

Viele überlegen, ob die Frauenquote gut oder schlecht ist. Ich sage, sie ist gut, denn sie bringt uns dazu, darüber nachzudenken.

Matthias Iben, Head of Management Development und International Assignments bei Volkswagen Light Commercial Vehicles

Das Panel zeigte zudem auf, dass Sprache und Bildsprache wichtige Einflussfaktoren für Karrierewege sind. Durch die Anpassung der Ansprache von (weiblichen) Zielgruppen lasse sich viel erreichen. Frauen träfen oft auf andere Erwartungen als Männer und würden dementsprechend anders adressiert, argumentierte Prof. Dr. Hana Milanov, Professorin für Entrepreneurship an der Technischen Universität München (TUM).

Mehr zu den Möglichkeiten für weibliche Entrepreneure erfahren? Hier geht's weiter zur Initiative Women.start.up!

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