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„Die grüne und die digitale Transformation gehen Hand in Hand“- Impuls von Constanze Hufenbecher, Chief Digital Transformation Officer bei Infineon

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Geschrieben
19 September 2022
Themen
Familienunternehmen & Mittelstand
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Impuls von Constanze Hufenbecher

Innovationen sind heute wichtiger denn je, um die beiden großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Dekarbonisierung und Digitalisierung werden die Welt in den kommenden zehn Jahren tiefgreifend verändern. Neue Technologien, die mit weniger Ressourceneinsatz und weniger Emissionen mehr erreichen, sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen Zukunft. Kooperationen in Innovationsökosystemen und mehr gesellschaftlicher Mut zur Veränderung sind entscheidend, um die Transformation zu meistern.

Der Klimawandel beeinträchtigt das Leben von immer mehr Menschen in allen Regionen der Welt. Extreme Wetterereignisse – von Hitzewellen über Dürren bis hin zu starken Regenfällen – bereiten überall auf der Welt große Sorgen. Gleichzeitig führen uns die Rohstoffknappheit und steigende Energiepreise infolge der Coronavirus-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine deutlicher denn je vor Augen, wie wichtig ein konsequenter Umbau unseres Energiesystems und ein effizienterer Ressourceneinsatz sind. Neben dem Klimaschutz geht es inzwischen auch darum, unseren künftigen Wohlstand und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sichern.

Der Umbau zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Industrie ist nur mit digitalen Technologien möglich. Die grüne und die digitale Transformation gehen Hand in Hand. Zur Lösung der globalen Herausforderungen werden Halbleiter heute mehr denn je gebraucht. Sie sind Schlüsselelemente, um unsere Zukunft lebenswert zu gestalten: Der Klimaschutz durch die Umstellung auf saubere, elektrische Energie, ein schonender Umgang mit Ressourcen durch die Digitalisierung, die Verbesserung unseres täglichen Lebens und der Arbeit durch die Vernetzung von Geräten mit nützlichen Funktionen – das alles ist nur möglich mit Halbleitern.

Künftig werden die Geräte noch viel stärker direkt untereinander kommunizieren.

Constanze Hufenbecher, Chief Digital Transformation Officer bei Infineon

Die Coronavirus-Pandemie hat der Digitalisierung in allen Lebensbereichen einen enormen Schub gegeben. Aber wir stehen noch am Anfang der Entwicklung. Der digitale Wandel hat gerade erst begonnen. Mit dem Internet der Dinge eröffnen sich sowohl für Industrie- als auch für Verbraucheranwendungen ganz neue Möglichkeiten. Wir werden erleben, dass sich das IoT wirklich zum Internet der Dinge entwickelt. Bisher ging es bei verbundenen Geräten meist um ihre Interaktion mit dem Menschen. Künftig werden die Geräte noch viel stärker direkt untereinander kommunizieren. Schnellere Kommunikation, neue und leistungsfähigere Technologien, Edge-Computing sowie neue Services in der Cloud werden sich gegenseitig beschleunigen. Sie werden unser Leben komfortabler machen – und das bei besserer Nutzung der Ressourcen.

Bei Infineon wollen wir das große Potenzial neuer Technologie nutzen, um das Leben der Menschen einfacher, sicherer und umweltfreundlicher zu machen. Diese Mission treibt uns an. Wir bieten Lösungen für einen effizienten Umgang mit elektrischer Energie in allen Lebensbereichen. Unsere Technologien ebnen den Weg in eine saubere und intelligente Mobilität. Wir machen das Internet der Dinge für die Menschen einfacher und sicherer. Kurzum: Wir ermöglichen eine klimaneutrale Wirtschaft und verbinden die reale mit der digitalen Welt.

Innovation ist seit Jahren Teil der DNA unseres Unternehmens. Aber wir können sie nicht alleine schaffen. Wir sind der festen Überzeugung, dass sich die Lösungen von morgen nur zusammen mit den richtigen Partnern entwickeln lassen. Über den eigenen Tellerrand schauen, Neues ausprobieren, voneinander lernen, Innovation gemeinsam beschleunigen und zur Marktreife bringen – das alles geht am besten, wenn verschiedene Expertisen und Blickwinkel zusammenkommen. Daher setzen wir bei Infineon auf Netzwerke und Kooperationen mit unseren Kunden und weiteren wichtigen Partnern wie Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

UnternehmerTUM bietet ein sehr attraktives Ökosystem, um neue Ansätze in Partnerschaften zu testen und die digitale Transformation im Sinne der Menschen voranzutreiben. Ein gutes Beispiel ist die Initiative „appliedAI“ für die Anwendung führender, vertrauenswürdiger KI-Technologie. Bei Infineon schätzen wir Kooperationsmöglichkeiten wie diese sehr und tragen als führendes Halbleiterunternehmen gerne mit unserem Know-how und unserer Tatkraft zur Entwicklung von Zukunftslösungen bei.

Unsere Gesellschaft braucht den Mut zur Veränderung, um die Dekarbonisierung und die Digitalisierung aktiv zu gestalten und die ambitionierten Ziele zu erreichen. Neben der technologischen Kompetenz sind Technologie-Offenheit und Veränderungsbereitschaft entscheidend. Ermöglichen statt Verhindern muss die Devise sein. Daher sollten politische Entscheidungsträger in Europa Regelwerke zur Digitalisierung noch viel stärker darauf ausrichten, Zusammenarbeit von Unternehmen im digitalen Raum zu ermöglichen und zu fördern – etwa den geschützten Austausch und die Nutzung von Daten, den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Sinne der Menschen und – ganz allgemein – die Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle.

Innovationsökosysteme wie UnternehmerTUM, sind entscheidende Treiber dieser Veränderungsprozesse. Ich bin überzeugt, dass eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit allen Partnern, ihrem Geschäftserfolg und unserer Gesellschaft zugutekommt.

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Constanze Hufenbecher ist seit 2021 Mitglied des Vorstands der Infineon Technologies AG und Chief Digital Transformation Officer. Sie ist u.a. verantwortlich für die Digitalisierungsstrategie des Konzerns.

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