
Am 14. Februar 2026 wurde in München ein neues Kapitel aufgeschlagen: Mit dem MSC Startup Hub haben die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), UnternehmerTUM und die TUM Venture Labs – unterstützt von der IHK München und Oberbayern – eine internationale Plattform an der Schnittstelle von Sicherheitspolitik, Technologie und Unternehmertum geschaffen.
Erstmals trafen globale sicherheitspolitische Entscheidungsträger direkt auf die europäische Startup- und Scaleup-Community – nicht als Messeformat, sondern als Raum für offenen Dialog. Der Hub sendete ein klares Signal: Sicherheitspolitische Antworten entstehen dort, wo technologische Exzellenz, unternehmerischer Mut und internationale Zusammenarbeit zusammenkommen.
Sicherheit durch Skalierung
Im Zentrum der Diskussionen stand ein gemeinsames Verständnis: Europas Resilienz und strategische Handlungsfähigkeit hängen entscheidend davon ab, ob es gelingt, technologische Innovation schneller in industrielle Wertschöpfung zu übersetzen.
Helmut Schönenberger, CEO und Mitgründer von UnternehmerTUM, betonte die gemeinsame Mission von Diplomatie und Unternehmertum: Beide stärken Wohlstand und Stabilität. München zeige mit seinem starken Deep-Tech-Ökosystem – und einer der höchsten Startup-Accelerationsraten Europas – welches Potenzial entsteht, wenn Forschung, Industrie, Kapital und Gründungsgeist zusammenwirken. Entscheidend sei nun, dieses Momentum konsequent zu skalieren.
Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, hob die systemische Bedeutung von Startups für Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit hervor. Europa müsse unternehmerisches Risiko stärker annehmen, aus Scheitern lernen und Innovation schneller in etablierte industrielle Strukturen integrieren, um im globalen Wettbewerb mit den USA und China zu bestehen.
Auch Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern, unterstrich: Sicherheit wird nicht allein staatlich produziert. Ein zentraler Teil entsteht in der Wirtschaft – und damit im Innovationsökosystem. Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, machte deutlich, dass technologische Stärke Grundlage für Wohlstand und internationale Glaubwürdigkeit ist. Europa müsse seinen eigenen Weg aktiv gestalten.
Von der Idee zur industriellen Umsetzung
Ein zentrales Element des Tages war die Vorstellung der Studie „Wachstumspfade“ von Boston Consulting Group (BCG) und UnternehmerTUM im Rahmen des MSC Startup Hub. Präsentiert von Michael Brigl, Managing Director & Senior Partner bei BCG, und Philipp Gerbert, CEO der TUM Venture Labs, zeigt die Analyse: In sechs Schlüsseltechnologien – von KI über Biotechnologie bis hin zu klimaneutraler Energie – liegt ein ungenutztes Wertschöpfungspotenzial von rund 1,7 Billionen Euro.
Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob Deutschland exzellente Forschung besitzt. Die entscheidende Frage ist, ob es gelingt, schneller zu skalieren. Wachstumskapital, Referenzprojekte, industrielle Ankerkunden und innovationsfreundliche Regulierung sind die Hebel, um aus der Pilotphase in den Echtbetrieb zu kommen.
Der MSC Startup Hub 2026 hat gezeigt: Europa verfügt über die technologischen Fähigkeiten. Was jetzt zählt, ist koordiniertes Handeln im Ökosystem.
Der begleitende Wrap-up-Film dokumentiert die Dynamik, die Energie und den gemeinsamen Anspruch dieses Tages – und markiert den Beginn einer langfristigen Zusammenarbeit zwischen Sicherheitspolitik und Innovationsökosystem.