
Wie lässt sich rechtliches Wissen in einem globalen Konzern zugänglicher, interaktiver und nutzerfreundlicher machen? Mit dieser Frage kam Siemens als Hauptsponsor zum Munich Hacking Legal 2026 dem gemeinsamen Legal-Tech-Hackathon von START Munich, Liquid Legal Institute und dem Legal Tech Colab, einer Initiative von UnternehmerTUM, dem Staatsministerium der Justiz und TUM Venture Labs.
Wir wählten aus 438 Bewerbungen von Studierenden und Young Professionals aus IT, Law und Economics 94 Hacker:innen aus. Unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Eisenreich und mit weiteren Sponsoring-Partnern wie BMW, EQS und Eltemate kamen die Teams in München zusammen. Das weitest entfernte reiste eigens aus Toronto, Kanada an.

Siemens brachte eine konkrete Herausforderung aus dem Alltag der Rechtsabteilung mit. Juristische Playbooks bündeln Verhandlungswissen, Standardpositionen und Entscheidungsregeln. In der Praxis liegt dieses Wissen jedoch häufig in statischen Word- und Excel-Dokumenten vor. Die Challenge: Wie lässt sich daraus mit Hilfe von KI ein „Living Playbook“ entwickeln – eine interaktive Wissensbasis, die rechtliche Orientierung bietet, kontinuierlich aus neuen Erfahrungen lernt und rechtliches Know-how weltweit einfacher zugänglich macht?
Sechs interdisziplinäre Teams aus den Bereichen Tech, Economics und Law griffen die Challenge auf und arbeiteten 24 Stunden intensiv an Lösungsansätzen. Dabei standen ihnen auch Coaches aus der Siemens Rechtsabteilung zur Seite, die das Problem aus ihrem Alltag kennen. Heraus kamen Prototypen und MVPs, die zeigen, wie rechtliches Wissen dynamisch, interaktiv und greifbar werden kann – Inspiration und neue Denkansätze statt fertiger Produkte.
„Es ist bemerkenswert, was in 24 Stunden entsteht, wenn junge Talente mit KI-Tools und einem frischen Blick auf eine Herausforderung losgehen, die wir intern seit Jahren kennen. Das hat uns gezeigt, wie viel Potenzial in diesem Format steckt." so Dr. Susanne Rabl, Head of Legal Operations bei der Siemens AG

Das ist das Prinzip, das hinter dem Munich Hacking Legal steht: Unternehmen bringen eine echte Herausforderung aus ihrem Arbeitsalltag mit – konkrete Fragen aus der Praxis statt hypothetischer Fallstudien. Interdisziplinäre Teams aus Talenten, die mit KI-Tools und AI-nativem Denken aufgewachsen sind, bearbeiten diese Herausforderungen in kurzer Zeit. Das Ergebnis: ein anderer Blick auf ein bekanntes Problem, frische Impulse für interne Prozesse und der direkte Austausch mit den besten Talenten von morgen.
Nächster Termin für “Munich Hacking Legal” ist vom 23. bis 25. April. 2027
Beim Munich Hacking Legal 2027 könnt ihr eine eigene Herausforderung einbringen und vom Ideenreichtum interdisziplinärer Teams profitieren. Das Legal Tech Colab begleitet derzeit 30 Startups mit marktfähigen Legal-Tech-Produkten — und bringt Unternehmen, Talente und neue Technologien zusammen.
→ Weitere Infos findet ihr auf der Seite des: legaltechcolab.com